Die Stiftung Giovanni Angelini – Zentrum für Studien über die Bergwelt


Die Stiftung beginnt mit einer Sammlung von antiken Büchern, Kartenmaterial und Bergbildern, gesammelt durch den bekannten Arzt, Alpinisten, C.A.A.I.- Mitglied und Schriftsteller Giovanni Angelini, der damit den Grundstein legen wollte zu einem Institut für Studien über die Alpen und zur Unterstützung der Bergbewohner. Die Gemeinde Belluno hat dann –zusammen mit der Universität Padua und der Familie Angelini- im Jahre 1991 die Stiftung gegründet mit einer Erstbeteiligung seitens 14 Gemeinden der Provinz Belluno über die Cassa di Risparmio. Der Sitz der Stiftung ist im Palazzo del Monte di Pietà, der zu diesem Zweck von der Cassa di Risparmio di Verona, Vicenza, Belluno und Ancona zur Verfügung gestellt wurde.

Die gemeinnützige Stiftung ohne Gewinnbringung hat das Ziel, wissenschaftliche Studien und Kenntnisse über die Bergwelt anzuregen, wobei diese als geographisches, geologisches, naturalistisches, alpinistisches, antropologisches, linguistisches, künstlerisches, wirtschaftliches Umfeld verstanden wird. Ausserdem soll die Bergwelt geschützt und aufgewertet werden (Art. 2 der Stiftungsstatuten). Die vorgesetzten Ziele werden angestrebt durch Kurse für Schüler und Lehrer der bellunesischen Schulen, für Spezialisten und Techniker über die Problematik der Bergwelt, Kurse für Studenten und Doktoranden der Universität Padua, u.a. im Jahr 2002-2003 ein Master über „Umweltschutz und Technisches Hilfswerk“, wissenschaftliche Forschungsprojekte und Tagungen zu Themen, die im Interesse der Stiftung liegen, sowie Veröffentlichung von Schriften ( www.angelini-fondazione.it).

Als Institut für geographische Studien, wobei der Geographie die Rolle der Verbindungsstelle zwischen verschiedenen Wissenschaftszweigen zugesprochen wird, schafft die Stiftung die Verbindung zwischen Natur- und Humanwissenschaften und veranstaltet jährliche Geographiekurse, die jeweils an wechselnden Orten stattfinden. Seit 1991 wird ausserdem Forschung betrieben über die Toponomastik, wobei die Resultate in einer Serie von Heften veröffentlicht werden, die den Titel haben „Bellunesische Oronyme, Sammlung vor Ort unter der Leitung von Prof. G.B. Pellegrini“, unter besonderer Berücksichtigung der Provinz Belluno und der angrenzenden Gebiete, wobei auch Dozenten von Klagenfürt und Innsbruck mitarbeiten.

Bei der Verfolgung der Ziele arbeitet die Stiftung auch mit anderen italienischen und ausländischen Instituten zusammen, die Alpenstudien betrieben, zu welchem Zweck die internationale Vereinigung „Rete Montagna“ am 11.11.2000 gegründet wurde (www.Alpinenetwork.com). Es handelt sich um ein Netz von Studienzentren, wo Studien gesammelt und koordiniert werden, die Themen und Problematiken der Bergwelt betreffen. Bisher sind beteiligt die Universitäten Innsbruck, Udine, Venice (I.U.A.V. Dep. of Architecture and Arts), der Institut für Geographie der Universität Milan und Padua, der TeSAF Dep. der Universität Padua, die “Società Geografica Italiana”, die Stiftung M. Giussani Bernasconi in Varese, der Polo Poschiavo – CH, die Società Alpina Fiulana, der IRPI-CNR in Padua, der Club Alpino Italiano (CAI), Die Europaische Akademie Bozen (EURAC -IRDLM), die UNIMONT in Edolo -BS (Dep. Agraria der Universität Milan), der ARiA Institut der Universität der Molise, der “Centro Internaz. di Studi storico-geografici sull’Appennino”der L’Aquila .

Der Verwaltungsrat setzt sich momentan wie folgt zusammen:

Jacopo Massaro (Präsident), Bürgermeister von Belluno, Giancarlo Dalla Fontana,Vize-Rektor der Universität Padua, Anna Angelini und Ester Cason Angelini für die Familie Angelini, Alessandro Farinazzo für den CAI, Camillo De Pellegrin für die Gemeinden des Zoldotals, Umberto Soccal (Consorzio BIM Piave), Gabriele Arrigoni für den Verein der Freunde der Stiftung (Associazione Amici della Fondazione).

Der wissenschaftliche Rat setzt sich zusammen aus Giancarlo Dalla Fontana (Vize-Rektor), Luigi D’Alpaos (Hydraulik), Giovanni Leonardi (Paläethnologie), Paolo Mietto (Paläontologie), Giovanni Battista Pellegrini (Geomorphologie), Davide Pettenella (Ökonomie u. Forst Schätzung), M.Teresa Vigolo (Sprachwissenschaft), Anna Maria Spiazzi (Kunstgeschichte), Giovanni Leonardi (Archäologie – Paläethnologie), Giuseppe Stellin (Ökonomie u. zivil Schätzung) der Universität Padua; Ernst Steincke (Dekan der Institut für Geographie der Universität Innsbruck), Johannes Kramer ( Romanistik, Universität Trier), Paul Guichonnet (em.o für Geographie der Universität Genève: Ehrenmitglied).
Art. 2 der Satzung sagt :
“Ziel der Stiftung ist es, die wissenschaftliche Forschung und die kulturelle Bildung über die Berge, verstanden als geographischer,antropologischer, sprachlicher, künstlerischer und wirtschaftlicer Lebensraum, zu fördern, wie auch die Aufwertung und den Schutz der Umwelt in den Bergen.”
Die Stiftung G. Angelini war Mitglied des “Comitato italiano per il 2002”, im internationalen Jahr der Berge.

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